22.04: After-AfD-Smashing-Chill-Out

Auch am 22.04 ab 19.00 Uhr im Sozialen Zentreum Bochum (Josephstr. 2) macht der queer-anarchistische Dating- und Kennlerntresen wieder auf. Für Alle, die nach den Aktionen gegen den AfD-Parteitag noch Geselligkeit suchen, gibt es Pasta und veganes Tiramisu gegen Spende dazu entspannte Musik. Der Tresen ist wie immer drogenfrei..

Tresen am 26.03: Spieleabend mit Burgern

Nachdem die veganen Burger letztes Mal leider ausfallen mussten. Gibt es diese Mal bei unseren Tresen auf jeden Fall welche, dazu coole Spiele unter anderem das neue Spiel Bloc by Bloc. Der Tresen findet am 26.03 statt und beginnt diesmal und in Zukunft erst um 19.00 Uhr. Burger gibt es ab ca. 20.00 Uhr.

Morgen: Burger und Kurzfilme

Roses On My Table from Ethan Silverstein on Vimeo.

Morgen zeigen wir beim Tresen Kurzfilme dazu gibt es vegane Burger gegen Spende. Hier könnt auch gern selbst kurze Videos mitbringen. Der Tresen beginnt wie immer um 18.00 Uhr im SZ in Bochum (Josephstr.2) und ist drogenfrei.

28.01: Dating- und Kennenlerntresen mit Vortrag zur Feindlichkeit gegenüber nicht-monosexuellen Menschen

Der nächste anarchistisch-queere Dating- und Kennenlerntresen am 28.01 im Sozialen Zentrum (Josephstr. 2 Bochum) um 18.00 Uhr findet diesmal mit einem Vortrag über die Feindlichkeit gegenüber nicht-monosexuellen Menschen statt. Bitte beachtet, dass der Tresen wie immer drogenfrei ist Wir haben auch noch mal unser Bändchensystem überarbeitet. Hier der Ankündigunstext des Vortrages:

„Entscheide dich endlich!“ oder „Bisexuelle gibt es doch gar nicht“ – Die Erfahrung von Feindlichkeit und Unsichtbarkeit ist eine welche viele nicht-monosexuelle Menschen teilen. Nicht-monosexuell sind alle Menschen, die nicht „nur“ ein „Geschlecht“ anziehend finden. Diskriminierung ihnen gegenüber findet nicht allein von Heterosexuellen statt, auch Lesben und Schwule grenzen sie oft aus. Das hat zu Folge das Bi-, Pan- und Queermenschen in vielen Ländern sich häufiger das Leben nehmen, mehr psychische Probleme haben, häufiger sexualisierter Gewalt ausgesetzt und auch ärmer sind als Lesben und Schwule.

Der Vortrag setzt sich teilweise aus persönlicher Perspektive mit den gesellschaftlichen Zusammenhängen dahinter auseinander. Dabei werden unter anderem folgende Fragen gestellt. Welche Formen hat die Feindlichkeit- und Unsichtbarmachung von nicht-monosexuellen Menschen? Wie unterscheiden sich die Diskriminierungserfahrungen von nicht-monosexuellen „Frauen“ und „Männern“? Warum ist eigentlich Sex zwischen zwei “Frauen” und einem “Mann” gesellschaftlich viel akzeptierter und präsenter als Sex zwischen einer „Frau“ und zwei „Männern“? Wie hängt Unterdrückung von nicht-monosexuellen Menschen
mit anderen Formen von Herrschaft und Unterdrückung z.B Sexismus, Patriarchat zusammen? Was können wir gegen ihre Diskriminierung tun?

Nach dem Vortrag gegen wird es eine offen Diskussion geben, um sich weiter über das Thema auszutauschen. Der Vortrag wird von Twark Main gehalten.

Nächster Tresen am 24.12

jenseits-der-einsamkeitflyerDer nächste anarchistisch-queere Dating- und Kennenlerntresen steht vor der Tür. Diesmal am 24.12. Aber seid unbesorgt, es gibt kein Weihnachtsspezial, sondern nur einen neuen Ankündigungstext:

In unserer Gesellschaft gibt es außerhalb von Onlinedating nur wenige Ort um Menschen explizit für (insbesondere körperliche/sexuelle) Beziehungen kennenzulernen. Gleichzeitig ist Einsamkeit in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Das betrifft auch anarchistische, linke, queere und feministische Menschen, deshalb organisieren wir regelmäßig im Sozialen Zentrum in Bochum einen anarchistisch-queeren Dating- und Kennenlerntresen. Dieser findet jeden 4. Samstag um 18.00 Uhr statt. Der nächste Termin ist der 24.12.

Beim Dating– und Kennenlerntresen gibt es ein Bändchensystem, das helfen soll andere Menschen kennenzulernen. Was die verschiedenen Farben der Bändchen bedeuten könnt ihr hier erfahren.

Anarchistisch und queer gegen Dating- und Kennenlernnormen

Beim Kennenlernen von Menschen gibt es in unserer Gesellschaft viele Normen. Unserer Tresen ist offen für alle Menschen unabhängig von sexueller Orientierung, oder davon z.B. ob sie eine monogame oder nicht-monogame Beziehung suchen. Selbstverständlich können sich auch mehrere Menschen daten und mensch kann auch allgemein Menschen kennenlernen ohne nach einer körperlichen Beziehung zu suchen. Für uns sind die Bedürfnisse jedes einzelnen Individuums wichtig und wir wollen einen Ort schaffen, wo diese Platz haben.

Alkohol und andere Drogen:

Beim Tresen wird weder Alkohol verkauft, noch soll er dort konsumiert werden. Dies gilt auch für andere Drogen. Menschen, die unter Drogeinfluss stehen sind beim Tresen nicht willkommen. Mehr zu dem Thema hier. Wir freuen uns auf schöne Abende mit dir/euch.

 

 

Jenseits der Einsamkeit: anarchistisch-queerer Dating- und Kennenlerntresen

jenseits-der-einsamkeit

Der Grundgedanke:

Es gibt viele Menschen in anarchistischen, linken, queeren oder feministischen Umfeldern, die Schwierigkeiten haben Menschen für (insbesondere körperliche/sexuelle) Beziehungen kennenzulernen. Das hat viele verschiedene Gründe. Vor einem Jahr organisierten wir daher im Sozialen Zentrum in Bochum ein alternatives Dating. Bei diesem Datingkonzept gab es aber einige Schwierigkeiten, weshalb wir uns gegen eine Wiederholung entschieden haben.
Ein Problem war, dass mit den 15 Menschen, die sich beteiligten, das Speedatingkonzept bereits zeitlich an sein Limit kam. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass die 7 Minuten pro Gespräch zu wenig Zeit waren um sich besser kennenzulernen. Daher haben wir uns entschieden ein neues Konzept auszuprobieren.

Das Bändchenkonzept – Sehen woran die Anderen Interesse haben

Wir werden ab dem 26.11 monatlich einen Tresen organisieren bei dem mensch Andere kennenlernen kann. Dafür gibt es ein Bändchensystem, das helfen soll einander anzusprechen und gleichzeitig Person dafür schützen soll angesprochen zu werden, wenn sie dies nicht wollen. Jeweils eine Bändchenfarbe steht für ein allgemeines Interesse daran:
– Nicht von (vor allem fremden) Menschen angesprochen zu werden.
– Allgemein Menschen kennenlernen zu wollen.
– Menschen für eine romantische nicht-körperliche Beziehung zu finden.
– Menschen mit Interesse an einer körperlichen/ sexuellen Beziehung kennenlernen zu wollen.
– Menschen für den konkreten Abend für eine körperliche / sexuelle Erfahrung zu suchen.

Die Bändchen (bis auf das Erste) sind frei mit einander kombinierbar. Sie sollen nur dazu dienen die Kontaktaufnahme z.B. für schüchterne Menschen zu erleichterten, ob individuelles Interesse zwischen Menschen besteht und wie dieses aussieht ist davon vollkommen unabhängig und Sache der Beteiligten.

Warum anarchistisch und queer? – Ein Ort für Individuen und ihre Bedürfnisse

Uns ist wichtig, dass alle Menschen beim Tresen und ihre individuelle Bedürfnisse / Grenzen respektiert werden. Menschen sollen sich möglichst frei von gesellschaftlichen Normen und Zwängen kennenlernen können. Das heißt z.B. auch mehr als zwei Personen können sich daten und wir werden die Bändchen nicht nach sexuellen Orientierungen kennzeichnen. Wenn ihr aus bestimmen Gründen z.B. den körperlichen Eigenschaften an einer Person kein Interesse habt, sagt ihr das bitte individuell. Darum verstehen wir uns als anarchistisch (für die Freiheit aller Individuen von jeder Herrschaft und Unterdrückung handelnd) und queer (Geschlechterrollen- und Normen ablehnend).

Umgang mit sozialem Geschlecht (Gender)

Soziales Geschlecht (Gender) lehnen wir ab und wollen gemeinsam ein Raum schaffen, um dieses zu hinterfragen und gemeinsam Geschlechternormen abzubauen. Gleichzeitig, obwohl wir teilweise die dahinter stehenden theoretischen Konzepte nicht teilen, ist uns es wichtig Personen nicht ihre Selbstdefinition abzusprechen. Insbesondere für „Frauen, Transfrauen und Transmänner“ stellt ein positiver Bezug auf ein Gender häufig ein erkämpftes Recht und einen Selbstschutz da.
Wir möchten allerdings auch nicht, dass Menschen, die sich keinem Gender zuordnen, zum Beispiel „Cis-Männlichkeit“ zugeschrieben wird.

Drogenfreier Tresen

Drogen sind in viele Hinsicht ein soziales Gleitmittel. Eigentlich bei jedem abendlichen Tresen oder jeder Party wird getrunken oder gekifft. Besonders Alkohol erleichtert die Kontaktaufnahme und enthemmt auch sexuell. Dabei haben jene Menschen ein Problem, die nicht trinken wollen oder auf Grund von negativen Erfahrungen sich in der Nähe von Alkohol und Trinkenden nicht wohlfühlen. Außerdem ist Alkohol auch oft hinderlich ein gemeinsamen Konsens finden, z.B. beim Sex.
Wir möchten ein Raum schaffen in dem es keinen Drogen bedarf um mit einander in Kontakt zu kommen oder Anziehungen zu entwickeln. Deshalb möchten wir nicht das beim Tresen Drogen konsumiert werden, die das Verhalten verändern: Auf jeden Fall kein Alkohol und auch kein Gras! Wir selber werden keinen Alkohol verkaufen und Menschen, die alkoholisiert sind oder sich auf Grund von Drogenkonsum verändert verhalten, sind nicht willkommen.
Lasst uns gemeinsam lernen die Angst vor einander zu überwinden!

Wachstumsort statt Freiraum

Wir glauben nicht, dass wir alle negativen gesellschaftlichen Einflüssen abschirmen können. Alle von uns haben Verhalten verinnerlicht, das andere unterdrückt. Darum wollen wir anstatt eines Freiraumes einen Ort des gemeinsamen Wachstums und der Veränderung schaffen. Daher werden wir noch einige Anregungen zum Umgang miteinander auf unseren Blog stellen. Außerdem werdet ihr dort ein paar Tage vor dem ersten Tresen unsere Konzept zum Umgang mit Übergriffen und Konflikten finden.

Das Private ist Politisch – wohin die Einahmen gehen

Beim Tresen wird es auch immer veganes Essen gegen Spende geben. Die Einahmen hiervon sollen in den Druck von Materialien zu Themen wie Feminismus, Sexualität, Geschlecht, Gefühle, Körpernormen, Beziehungen fließen.

Der Tresen findet monatlich immer jeden vierten Samstag ab 18.00 im Sozialen Zentrum in Bochum (Josephstraße 2.) statt. Los geht’s am 26.11.2016
Wir hoffen auf schöne Abende mit euch.

Bericht vom Alternativen Dating

Am 12.12 fand das erste alternative Dating im Sozialen Zentrum in Bochum statt. 14 Menschen nahmen teil. Die Stimmung war während des gesamten Datings gut, am Ende waren jedoch viele Teilnehmer*innen etwas erschöpft. Nach dem Dating gab es noch einen offenen Austausch über Verbesserungsmöglichkeiten.

Konstruktive Kritik und viel positive Rückmeldung

Dabei erhielt das Dating viel Zuspruch, alle Menschen äußerten den Wunsch beim nächsten Mal wieder teilzunehmen. Kontrovers wurde über die Bitte keinen Alkohol während des Datings zu konsumieren und auch die Entscheidung keinen Alkohol zu verkaufen diskutiert. Einige sahen dies als Einschränkung ihrer Freiheit, während Andere einen drogenfreien Raum als Grundbedingung zur Teilnahme sahen. Als möglicher Kompromiss kristallisierte sich herausdas Dating drogenfrei zu lassen, aber nach dem Dating noch einen Tresen oder eine Party, wo mensch sich weiter kennenlernen kann und auch Alkohol verkauft wird zu veranstalten. Ein weiterer Punkt war, dass es auf jeden Fall mehr Pausen geben sollte. Ebenfalls negativ fanden viele Teilnehmer*innen, dass nur wenig weiblich sozialisierte Menschen teilnahmen. Des weiteren wurden noch einige, kleinere organisatorische Verbesserungen im Ablauf vorgeschlagen.

Gedanken der Orga:

Aus Sicht der Orga verlief, dass Dating sehr gut. 14 Teilnehmer*inne waren angesichts der Tatsache, dass es sich um die erste Veranstaltung dieser Art handelte ein gutes Ergebnis. Auch, dass unsere Idee „geschlechs“-unabhängig zu daten nicht zu größeren Problemen führt und Personen, die sich als „heterosexuell“ verstehen, nicht abgeschreckt waren zu kommen, hat uns sehr gefreut. Wir fanden es ebenfalls unerfreulich, dass nur wenige weiblich sozialisierte Personen teilgenommen haben. Dies entspricht Erfahrungen aus einigen Bereichen der alternativen Szene. Uns ist hier nicht dran gelegen heteronormative Datingnormen zu reproduzieren, aber wenn wir eine Dating-Alternative für möglichst viele Menschen aufbauen wollen, dann müssen wir uns auch der Frage stellen warum das Verhältnis der sozialen „Geschlechter“ ungleich war. Daher werden wir unter anderem versuchen, dass Dating in Zukunft mehr in feministischen Strukturen zu bewerben, was wir leider etwas versäumt hatten.                                                                                              Ein weiterer von außerhalb des Dating an uns gerichteter Kritik war das der Ausdruck „körperliche Beziehungen“ missverständlich gewesen sei und von Menschen als Suche nach Sex verstanden wurde. Hier zeigt sich, dass es schwierig ist in unserer Sprache bestimmte Dinge auszudrücken. Uns ging es dabei vor allem darum ein Begriff zu finden unter dem sich möglichst viele Menschen wieder finden. Nicht alle Menschen suchen Intimität, andere Menschen suchen intime Beziehungen. Freund*innenschaften und romantische Beziehungen unterliegen in uns Gesellschaft klaren Normen was auf einer körperlichen Ebene passieren darf. Wir wollten diese Normen und Beziehungskonzepte mit dem Ausdruck körperliche Beziehungen durchbrechen. Angesichts der Missverständlichkeit werden wir uns aber für das nächste mal einen anderen Ausdruck suchen.

Das nächste Mal:

Es wird auf jeden Fall ein weiteres, alternatives Dating geben. Der Termin ist voraussichtlich Ende April. Über Unterstützung bei Vorbereitung und Bewerbung würden wir uns sehr freuen. Falls Ihr Lust habt mitzuhelfen, schreibt an: alternatives-dating(at)riseup.net

Weiter Projekte zum Thema Sexualität, Beziehungen und Geschlecht:

Im Ruhrgebiet gibt es ebenfalls eine informelle Gruppe von Menschen, die sich trifft um sich mit Beziehung, Geschlechts und Sexualität- und Beziehungsnormen auseinanderzusetzen. Wenn ihr beim nächsten Treffen dabei sein wollt schreibt an: free-your-sexuality(at)riseup.net

Außerdem gibt es die Idee im Sommer eventuell an einem Abend nach der libertären Medienmesse im Ruhrgebiet eine queer-anarchistische Sexparty zu organisieren. Für die Planung werden noch Leute gesucht, die mithelfen. Bei Interesse schreibt an: anarchoqueer-sexparty(at)riseup.net

Noch 4 Tage

Am Samstag um 14.00 Uht startet das erste alternative Dating im Sozialen Zentrum in Bochum.
Danke an alle die sich angmeldet habe, die Bitte um freiwillige Anmeldung hatte vor allem den Zweck, dass wir abschätzen wollten wie viel Kuchen wir backen sollen.
Auch wer sich nicht angemeldet hat ist selbstverständlich willkommen :). Solltet ihr noch unsicher sein, ob ihr kommen wollt, von uns auch nochmal die Ermunterung dies zu tun :).
Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf Samstag.
Bis dann…

Alternatives Dating – Ein Stich ins Herz der Normen

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Die Grundidee:

Du bist auf der Suche nach einer (körperlichen)* Beziehung? Findest es aber schwierig Menschen, die ähnliches suchen, innerhalb antiautoritärer/ anarchistischer/ kommunistischer/ linker/ feministischer oder alternativer Strukturen zu finden?
Wir wollen eine Gelegenheit genau dafür schaffen. Am Samstag den 12.12 von 14.00 bis ca. 18.00 Uhr veranstalten wir ein alternatives Dating im Sozialen Zentrum in Bochum (Josephstr. 2). Das Grundkonzept entspricht der Idee des Speedatings. Während des Datings gibt es Heißgetränke und veganen Kuchen gegen Spende.

Alternatives Dating warum?

Auch in alternativen Strukturen gibt es einsame Menschen, denen es an körperlicher Nähe fehlt.
Nicht jede*r kann leicht andere Menschen für eine (körperliche)* Beziehung kennenlernen. Sei es weil sie*er Problem hat andere anzusprechen, sie*er Rollenbildern nicht entspricht oder die üblichen Orte des Flirtens z. B. Partys für sie*ihn nicht der richtige Ort zum entspannten Kennenlernen sind.
Für manche ist es auch mit ihren Verständnis von Konsens nicht vereinbar z. B. besoffenen herumzuknutschen oder mit Menschen ohne vorher zu fragen körperlichen Kontakt herzustellen.
Wir wollen eine Alternative zu den üblichen Kennlernstrukturen schaffen. Sie soll es Menschen, die auf der Suche nach einer (körperlichen)* Beziehung sind, ermöglichen andere Menschen kennenzulernen, die ebenfalls auf der Suche sind. Im besten Fall finden sich dann vielleicht Menschen, die Interesse an einander haben.
Außerdem gibt es auch keine Datingangebot für Menschen, die sich als antiautoritär/ anarchistisch / kommunistisch / linkes/ feministisch oder alternativ verstehen. Dabei sind für viele diese Menschen ihre gesellschaftlichen Einstellungen sehr wichtig bei der Partner*innensuche.

Was ist anders als beim normalen Dating?

Wir wollen gesellschaftliche Datingnormen durchbrechen, die uns daran hindern andere unseren Bedürfnissen entsprechend kennenzulernen, wie ,dass „Männer“ nur „Frauen“ und umgekehrt daten, und mensch nicht verschiedene „Geschlechter“* oder unabhängig vom „Geschlecht“ daten kann. Daher findet unser Dating unabhängig vom „Geschlecht“ des Gegenübers statt. Solltest du aus irgendeinen Grund kein Interesse an deinem Gegenüber haben nutze die Zeit einfach für ein nettes Gespräch.
Eine weitere gesellschaftliche Norm ist Monogamie. Wenn Menschen einander daten /eine Beziehung eingehen, reden sie oft nicht darüber, ob die Beziehung monogam sein soll oder nicht, sonder gehen einfach davon aus, dass sie monogam ist. Beim alternativen Dating wollen wir dazu anregen offen darüber zu reden was mensch sucht. Wir wollen einen Raum schaffen in dem mensch sowohl Leute für eine monogame als auch Menschen für einen nicht-monogame Beziehung kennenlernen kann.
Auch das eine körperliche Beziehung nur aus zwei Menschen besteht ist eine gesellschaftliche Norm, daher ist das Dating auch offen dafür, dass mehrere Personen jemenschen suchen.
Allgemein möchten wir die Norm des Unausgesprochen durchbrechen und dazu anregen darüber zu reden was mensch möchte und sucht. Wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse in Bezug auf (körperliche)* Beziehungen und unsere Beziehungen sollten diesen Bedürfnissen entsprechen. Menschen zu finden die unsere Bedürfnisse teilen funktioniert aber nur, wenn wir anderen diese mitteilen.

Ablauf

Beim Ablauf des alternativen Datings haben wir uns entschieden uns am Konzept des Speeddatings zu orientieren. Wir sehen das kritisch, weil die Teilnehmenden sich nur in der kurzen Zeit sehr oberflächlich kennlernen können und Speedating an das kapitalistische Konzepte der Leistungsoptimierung anglehnt ist. Wir halten das Konzept aber für einen guten Weg relativ viele neue Menschen an einem Nachmittag kennenzulernen. Dies erhöht die Chance Personen zu finden, die mensch interessant findet. Der Ablauf sieht daher wie folgt aus:
Die Menschen setzen sich zusammen jeweils zu zweit an einen Tisch und unterhalten sich und nach 5 Minuten rückt eine*r weiter.
Wenn Menschen Interesse haben sich weiter kennenzulernen gibt es auf den Tischen Zettel auf den sie ihre E-MaIL oder Telefonnummer aufschreiben können. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit am Ende Kontaktdaten auszutauschen.
Für das Dating kann mensch entweder seinen Vornamen oder ein Pseudonym benutzten. Aus Planungsgründen bitte wir um vorherige freiwillige Anmeldung per E-Mail an alternatives-dating(at)riseup.net). Euren Namen braucht ihr in der E-Mail nicht zu nennen.

Wir möchten Euch bitten beim Dating und vorher auf verhaltensverändernde Drogen wie Alkohol und Gras zu verzichten. Wir werden keinen Alkohol verkaufen. Außerdem bitten wir Euch nur zu kommen, wenn ihr auch grundsätzlich Interesse habt jemenschen für ein (körperliche)* Beziehung kennenzulernen, für Menschen die einsam sind kann es sehr belastend sein, wenn das Gegenüber nur aus Spiel flirtet.
Wir haben hier ein paar Verhaltenstipps aufgeführt, die zu einer entspannten Atmosphäre führen und das gegenseitige Kennlernen erleichtern sollen

Umgang mit Übergriffen

Es ist kein schönes Thema, aber bei Veranstaltungen kann es dazu kommen, dass Menschen die Grenzen und den Willen anderen nicht respektieren. Wir werden daher ein Konzept zum Umgang mit Übergriffen vorbereiten. Wichtig ist uns dabei vor allem der Schutz Betroffener und die Verhinderung zukünftiger Übergriffe. Unser Konzept in Kurzform findet ihr hier. Wenn ihr die ausführliche Version haben wollt schreibt uns an.
Das gilt ebenso, wenn ihr noch andere Fragen zum alternativen Dating habt oder Kritik und Anregungen für uns habt. (E-Mail: alternatives-dating(at)riseup.net)

Wir hoffen auf einen tollen Nachmittag mit Euch. Für eine freies Lieben und Leben!

 

* Eine (körperliche)* Beziehung kann sowohl ein intimes Vertrauensverhältnis bedeuten als auch etwas lockeres, weniger intimes. Wir meinen alle Beziehungen, die von klassischen Grenzen nicht-körperlicher Beziehungen wie „Freund*innenschaften“ abweichen.

Personen, die sich sexistisch, nationalistisch, rassistisch oder sonst wie menschenfeindlich verhalten, sind nicht willkommen.