Alkohol und andere Drogen

Alkohol und Drogen sind bei unserem Tresen nicht erwünscht. Gerade beim Kennenlernen- und Dating spielt Alkohol ein wichtige Rolle indem er enthemmt und uns leichter mit Anderen in Kontakt treten lässt. Dabei entsteht aber eine Abhängigkeit, bei abendlichen Veranstaltungen sind wir es oft kaum noch gewöhnt ohne Alkohol locker zu sein. Unser Tresen soll daher ein Ort sein, wo Menschen wieder erfahren sollen, dass wir auch ohne Alkohol einander kennenlernen können. Auch wenn es darum geht einen gemeinsamen Konsens beim Sex zu finden ist Alkohol ein Problem. Alkoholisierte sind weniger oder gar nicht in der Lage einen Konsens einzugehen:

„Jetzt mal ehrlich: fast jeder von uns kommt aus einem Elternhaus, indem Sexualität besetztes Gebiet ist oder war. Wir wurden beschämt, zum Schweigen gebracht, verwirrt, konstruiert, programmiert. Einige von uns haben sexualisierte Gewalt erlebt. Wir sind knallhart und nehmen uns unsere Sexualität zurück. Für die meisten von uns ist das allerdings ein langwieriger, komplexer und oft noch nicht abgeschlossener Prozess.

Das bedeutet nicht, dass wir jetzt keinen guten, sicheren, uns gegenseitig unterstützenden Sex haben können. Aber es macht diesen Sex komplizierter. Um das sicherzustellen, versuchen wir der*dem*den Partner*in*nen zu helfen, die unerwünschten, selbstbeschränkenden Angewohnheiten abzulegen. Es sollte uns möglich sein, klar und ehrlich zu kommunizieren, bevor es zur Sache geht – und währenddessen und danach. Kaum etwas wirkt sich so stark auf diese Kommunikation aus, wie Alkohol es tut. In dieser Kultur der Verleugnung nutzen wir Alkohol als soziales Gleitmittel um unsere Hemmungen beiseite zu schieben. Meist bedeutet dies, dass wir unsere Ängste und Narben ignorieren und andere nicht nach den ihren zu fragen. Wenn es uns gefährlich – wenn auch schön – für uns ist, mit anderen nüchtern Sex zu haben, wie viel gefährlicher muss es sein, es betrunken und rücksichtslos zu tun.“ – Crimethinc: Anarchismus und Alkohol

Außerdem spielt Alkohol oft eine Rolle bei sexualisierter Gewalt:

The relationship between intoxication, gender, and violence is complex. A significant proportion of gendered violence — specifically sexual and relationship violence against women — is committed by men while intoxicated. Of course, this doesn’t mean that intoxication causes violence, but it would be equally foolish to ignore the correlation. In heterosexual interactions, men who have learned from media and pop culture to understand themselves as initiators and seducers use alcohol as a tool for overcoming resistance both from the desired sexual conquest and from their own conscience. At the same time, in this harshly puritanical, sex-negative culture, many rely on alcohol as their only means of overcoming the shame they feel about our sexual desires. Generally speaking, I think that the broad dependence in this society on alcohol in the process of finding partners and having sex obscures our sexuality, negatively impacts communication, reduces our ability to give and receive meaningful consent, lessens the probability of safe sex practices, and supports rape culture. When this dependence, and all of the dangers it entails, connects with patriarchal notions of sexuality, including male senses of entitlement, the hunter/hunted dynamic, and no means yes” myths, the result can be disastrous.“ – Towards a less fucked up world – Sobriety and Anarchist Struggle

Schlussendlich gibt es viele Menschen, die mit Alkohol und anderen Drogen negative Erfahrungen gemacht haben und die wir nicht ausschließen möchten.